5 Anzeichen dafür Dir eine Auszeit zu nehmen

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Der Grad zwischen Alltagsbelastung und Alltagsüberlastung wird oft sehr schmal. Eine gewisse Zeit lang hat das jeder von uns schon erlebt. Gefährlich wird es allerdings wenn sich die Überlastung dauerhaft in unser Leben schleicht.

 

Du fühlst Dich dauerhaft gestresst

„Warum sitze ich eigentlich immer noch im Büro? Ich wollte schon seit einer Stunde Feierabend machen. Und einkaufen muss ich auch noch. Leider ist das Wochenende auch schon wieder komplett ausgebucht.“ Kommen Dir diese Gedanken bekannt vor?
Fühlst Du Dich als hättest Du überhaupt keine Zeit mehr und hättest einfach gerne mal Deine Ruhe? Fühlst Du Dich von anderen gesteuert und nicht von Dir selbst? Du bist leicht genervt, reizbar und erwischt Dich immer wieder mit launigem Gemüt? Dann wird es Zeit einen Gang runter zu schalten.

 

Du fühlst Dich antriebslos und bist ständig müde

Du bist endlich von der Arbeit daheim angekommen. Aber so richtig Lust darauf etwas zu unternehmen hast Du nicht mehr. Der Tag hat Dich geschafft, ein Stimmungstief ist erreicht und eine allzu verlockende Müdigkeit, die Dich schon den ganzen Tag begleitet hat, entfaltet jetzt Ihre volle Wirkung. „Zum Sport?“, lieber morgen. „Noch was trinken gehen?“, heute eher nicht.  Obwohl Du eigentlich gerne aktiver wärst, hat Dich eine sonderbare Erschöpfung und Antriebsschwäche voll im Griff, gegenüber deren Du Dich machtlos ausgeliefert fühlst.

 

Das Leben scheint teilnahmslos an Dir vorbeizulaufen

Kommt es vor, dass Du an die vergangenen Wochen und das Erlebte zurückblickst und Dich fragst: „Was ist eigentlich in letzter Zeit passiert?“ Du kannst Dich nur vage an die letzten vorbeiziehenden Wochen erinnern und eigentlich ist es Dir auch egal. Es scheint Dir wohl keine große Freude bereitet zu haben. Du akzeptierst diesen Zustand mit einer seltsamen Gleichgültigkeit und quittierst sie mit einer aufreizenden Interessenlosigkeit nach dem Motto: „Das ging aber wieder schnell rum.“

 

Du empfindest das Leben der Anderen als entspannt und unkompliziert

„So gut hätte ich es auch gerne mal!“ denkst Du Dir oder sprichst es offen aus. Im Gegensatz zu Deinem Leben scheint es bei anderen entspannter, leichter, unkomplizierter, spaßiger, motivierter und irgendwie spannender zuzugehen. Während andere mehr Freizeit, mehr Geld und mehr Abenteuer haben, scheint Dir die Arbeit schon lange keinen Spaß mehr zu machen und auch Dein Privatleben dümpelt gelangweilt vor sich hin. Eigentlich bist Du mit Dir und Deinem Leben derzeit unzufrieden, aber nicht bereit etwas daran zu ändern.

 

Du schläfst schlecht

Das berühmte Hamsterrad hört einfach nicht auf zu rattern. Dein Kopf lässt sich partout nicht abschalten. Hunderte Gedanken tummeln sich gleichzeitig in Deinem Kopf und lassen Dir keine Ruhe.  Im Bett wälzt Du Dich von einer auf die andere Seite, während Du eigentlich unglaublich müde bist. Auch wenn Du darüber nachdenkst gelingt es Dir nicht Deine Gedanken zu sortieren und die Ursache dafür herauszufinden.

 

Fazit: Die ein oder andere Überstunde hat jeder von uns schon geleistet, und manchmal geht es auch nicht anders. Und natürlich ist jeder mal schlecht drauf, mies gelaunt oder gestresst. Auch kann die eine oder andere Erinnerung verblassen und Du bist mit Dir und Deinem Leben von Zeit zu Zeit unzufrieden. Mit Sicherheit hast Du auch schon einmal schlecht geschlafen. Das ist alles völlig normal, solange es nur Streckenweise vorkommt. Es wird allerdings zum Problem, wenn es die Alltagsregel und zum Dauerzustand wird. Dann musst Du daran was ändern, oder es frisst Dich auf.

Erkennst Du Dich in mindestens 2 der 5 Punkte wieder? Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nur sagen: Gönn Dir eine Auszeit. Und zwar jetzt. Worauf wartest Du noch?

 

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About Author

Hello, hello! Ich bin Patrick. Rothaarig. In dieser Kombination sozusagen Ire. Mehrmalsauszeitnehmer. Wenn ich nicht gerade Köln entdecke, dann die Welt. Hier erfährst Du mehr über mich

9 Kommentare

  1. Hach *seufz* ich werde in 4 Wochen wieder im Hamsterrad sitzen. Ich kotze seit Jahresbeginn ab, dass ich das machen muss, aber da ich das Projekt „Studium“ nicht auf der Zielgeraden hinschmeißen will, muss ich da wohl durch. Danach bin ich vermutlich reif für´n Seelenklempner.
    Mal sehen was danach kommt, welche Tür sich im neuen Jahr für mich öffnet 🙂
    LG

    • Hallo Lydia,
      ich denke die Zeit für Dein Studium ist in jedem Fall gut investiert. Du hast Dich soweit durchgekämpft und jetzt wird auch bis zum Finale gekämpft!
      Mit einem abgeschlossenen Studium kannst Du Dir dann auch erst einmal beruhigt eine Auszeit gönnen. Und ich bin mir sicher eine Reise wird Dir den Psychologen ersparen.
      Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass sich immer irgendwie und irgendwo eine kleine Tür oder ein großes Tor öffnet. Das einzige was nicht hilft, ist den Kopf in den Sand zu stecken.

      Lass Dich nicht unterkriegen und würde mich freuen wenn Du mich auf dem laufenden hältst 🙂
      Liebe Grüße und alles Gute
      Patrick

  2. Das kommt mir irgendwie bekannt vor 😉 Aber ab Samstag gehts erstmal für zwei Wochen nach Marokko und ab August bin ich dann mein eigener Chef und lasse das Leben nicht mehr teilnahmslos an mir vorbeilaufen!

    • Hello Stef,
      da haben wir ja etwas gemeinsam 🙂 Ich würde sagen Du bist auf dem besten Weg dem Alltag zu entkommen. Auch wenn die Selbstständigkeit andere Tücken als den „Alltag“ hat, gibt es Dir in jedem Fall mehr persönliche Freiheiten und Du wirst bewusster Leben. Außerdem ist es ein wunderbares Gefühl, die Lorbeeren seiner Arbeit für sich selbst zu ernten und dies nicht für einen Chef, Vorgesetzten oder dergleichen zu tun. Auch wenn Du wiederum für andere arbeitest und es immer eine gewisse Abhängigkeit gibt, ist es ein tolles Gefühl für sich selbst verwantwortlich zu sein und in gewisser Weise selbstbestimmt zu arbeiten.

      Viele Grüße und einen guten Start in die Selbstständigkeit
      Patrick

  3. Ein Ire in Köln und eine Kölnerin in Irland. Netter Wechsel :-), Stimme diesem Artikel 100% zu. Gerade wenn man das Gefühl hat, jetzt erst recht keine Auszeit nehmen zu dürfen, weil dann die Welt untergeht, ist das der Moment, die Notbremse zu ziehe. Und wenn nur für eine Stunde Massage, Joggen, Yoga oder einen Tag durchschlafen.

    Wichtig ist auch die Ernährung. Nach einer Woche mit minimalstem Zucker, wenig Fleisch und moderaten Kohlehydraten, aber viel viel Wasser und Tee merke auch ich den Unterschied: Energiezuwachs und weniger Schlaf. Die Sonne und warme Temperaturen helfen da natürlich.

    • Hallo Stefanie,
      haha, das ist ja echt witzig 🙂 In jedem Fall fühle ich mich stark mit der grünen Insel verbunden und wenn ich unterwegs bin, denke ich tatsächlich manchmal: ich bin Ire!
      Ich glaube das sind ganz wichtige Punkte von Dir Stefanie. Die Welt wird sicherlich nicht untergehen, wenn man sich eine Auszeit nimmt. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unersetzbar viele Menschen sich fühlen und sich dafür in den psychischen Ruin treiben. Davon hast weder Du selbst noch Dein Arbeitgeber etwas.

      Die Idee mit den kleinen Auszeiten wie Sport und Erholung finde ich absolut wichtig um seine Reserven wieder aufzuladen und den Kopf freizubekommen. Ebenso die richtige Ernährung. Ich bin immer wieder überrascht, wieviel mit Sport und Ernährung zu bewirken ist. Und das bereits mit geringen Veränderungen.

      Danke für Deine tollen Tipps und liebe Grüße nach Irland
      Patrick

  4. Hi Patrick,
    vielen Dank für diesen Post. Bei mir treffen bestimmt noch mehr, als nur zwei dieser Punkte zu. Obwohl ich meiner Meinung nach gar nicht zu viel gearbeitet habe. Den privaten Stress jedoch sollte man echt nicht unterschätzen. Wenn Beziehungen zu Ende gehen oder/und man seine Wohnung auflösen muss gibt es unendlich viele Dinge, die einen mindestens genauso ausbrennen lassen. Meine Auszeit habe ich mir also auch tatsächlich verdient. Gut zu wissen 😉

    • Hallo Paulina,

      da bin ich ganz bei Dir. Ich glaube nicht, dass Du Dich nur ausschliesslich auf die berufliche Belastung konzentrieren darfst. Oftmals spielen private Gründe, wie bei Dir eine gewichtige Rolle. Jeder Mensch nimmt Stress anderst wahr und wird davon unterschiedlichst belastet. Ich glaube, jedweder negativer Stress, sprich unablääsig etwas „um die Ohren“ zu haben, ohne Licht am Ende des Tunnels zu sehen, führt auf kurz oder lang zu einem untragbaren Zustand.
      Deswegen ist es umso wichtiger, diese Situationen zu erkennen und gegenzusteuern. Finde es toll, dass Du dass für Dich selbst erkannt hast, und mit einer Auszeit in einem ersten Schritt daran etwas zu ändern.
      Ich wünsche Dir viel Spaß, Freude, Erholung und Erkenntnis Deiner Auszeit und ich freue mich auf Deinen nächsten Besuch.

      Alles Gute
      Patrick

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