Die schönsten Bücher für unterwegs (Teil II)

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Bücher sind für mich ein Lebenselixier. Versinke ich in einem Buch, kann ich unglaublich gut abschalten und vergesse die Welt um mich herum. Ein Buch zu lesen gibt mir Ruhe, entspannt mich und lässt mich wieder auftanken. Dieser Zustand multipliziert sich bei mir um ein Vielfaches sobald ich unterwegs bin. In Verbindung mit den neuen Erlebnissen, den aufregenden Momenten und dem intensiven Gefühl Zeit zu haben, füllen sich meine inneren „Batterien“ in Windeseile wieder auf.

Deswegen ist eine Reise ohne Bücher undenkbar. Heute möchte ich Euch den zweiten Teil meiner Reisebuchliste vorstellen. Selbstverständlich lässt sich dieser Lesestoff auch unabhängig vom Reisen geniessen:

 

Yann Martel – Schiffbruch mit Tiger (englischer Titel: Life of Pi), 384 Seiten

Piscine Molitor Patel, genannt Pi, der Sohn eines indischen Zoobesitzers ist zugleich Christ, Muslim und Hindu und versteht nicht, warum er nicht alles gleichzeitig sein kann. Als der Zoo per Schiff in Richtung Kanada aufbricht, findet er sich plötzlich mit einem Zebra, einem Orang-Utan, einer Hyäne und einem bengalischen Tiger namens Richard Parker in einem Rettungsboot wieder. Ein atemberaubender Überlebenskampf auf dem einsamen Ozean beginnt.

Schiffbruch mit Tiger ist eine einfühlsame Geschichte, die der Frage nachgeht ob wir alle gleich sind. Eine fantasievolle Geschichte bei der ich mich oft gefragt habe, wie viel hintergründige Wahrheit doch in den Zeilen von Yann Martel steckt.

 

Jorge Bucay – Komm, ich erzähl Dir eine Geschichte (engl. Titel: Let me tell you a story), 336 Seiten

Demian ist auf der Suche nach Antworten. Über sich und die komplizierte Angelegenheit Leben! Ihm zur Seite steht Jorge Bucay. Er erzählt dem neugierigen Demian als Antwort auf seine vielen Fragen selbstständige, unabhängige und doch auf eine Art und Weise zusammengehörende Geschichten. Jorge Bucay hat in Komm ich erzähl Dir eine Geschichte Für jede Sorge und jedes Problem eine passende Erzählung um seinem Protagonisten zu helfen, sich selbst zu helfen.
Ein wunderbares Buch in 50 zauberhaften Geschichten, die ohne Belehren zu wollen, zum nachdenken anregen und Hilfe zur Selbsthilfe in einer angenehmen, witzigen und lehrreichen Art leisten.

 

Jonas Jonasson – Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (engl. Titel: The Hundred-Year-Old Man who Climbed Out of the Window and Disappeared), 416 Seiten

Allan Karlsonn wird 100 Jahre alt. Oder eher jung? Seinen Geburtstag nimmt er zum Anlass aus dem Fenster seines Erdgeschoßzimmers im Seniorenheim zu steigen und sich auf und davon zu machen. Dies ist der Beginn eines überaus lustigen Roadtrips auf dem Allan eine Schar an spannenden Menschen trifft und mit diesen in Schweden umherreist. Auf der Flucht vor Journalisten, der Mafia oder der Polizei stellt sich dabei heraus, dass die Hauptperson an jedem wichtigen historischen Ereignis des letzten Jahrhunderts in irgendeiner Weise beteiligt gewesen ist.

Der Hunderjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand ist ein absoluter Lesespaß und eine sehr unterhaltsame Lektüre um sich einfach für eine Weile vom Alltag zu verabschieden. Ich kann mich noch genau an mein Dauergrinsen erinnern, sobald ich dieses Buch in Händen hielt. Außerdem ein toller Denkanstoß für alle die mit Ihrem Alter oder Lebensabschnitt hadern. Doch lest selbst, was der 100 jährige Allan Karlsson und seine Gefährten alles erleben.


Könnt Ihr beim Lesen auch so gut abschalten? Und lest Ihr, wenn Ihr unterwegs seid? Wer verrät mir seine Buchtipps?

Hier findest Du übrigens noch mehr Reiselektüren: Die schönsten Bücher für unterwegs (Teil I)

Euer Irishman Patrick

Hinweis: Die oben genannten Bücher habe ich ausnahmslos selbst gelesen und stellen meine subjektive Meinung dar.

* Dieser Beitrag enthält sogenannte Affiliate-Links, die zu Amazon.de führen. Wenn Du über diesen Link ein Produkt kaufst bekomme ich einen kleinen Anteil vom Kaufpreis als Vermittler. Für Dich entstehen dadurch keinerlei Nachteile. Weder der Preis noch meine Meinung ändern sich dadurch. Du unterstützt lediglich An Irishman on tour.

 

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About Author

Hello, hello! Ich bin Patrick. Rothaarig. In dieser Kombination sozusagen Ire. Mehrmalsauszeitnehmer. Wenn ich nicht gerade Köln entdecke, dann die Welt. Hier erfährst Du mehr über mich

14 Kommentare

  1. Hi Patrick,

    schöne Lesetipps – einige kenne ich andere werde ich bestimmt bald kennenlernen 🙂
    Während meines Jahres in Canada habe ich möglichst oft in second hand Buchläden gestöbert und Bücher gekauft, die gerade in der Region spielen, in der ich war – egal ob fiktiver Roman oder wahre Begebenheit. Yukon, Montreal, Haida Gwaii… – so hatte ich immer das Gefühl, „hautnah“ dabei zu sein.

    LG aus Sun Peaks, B.C.
    Nadine

    • Hello, hello Nadine!

      freut mich, dass ich Deinen Geschmack getroffen habe 🙂 Das ist eine tolle Idee mit den Second Hand Buchläden. Da bin ich bisher nicht draufgekommen. Dabei konntest Du bestimmt nicht nur Bücher aus der Region kennenlernen, sondern auch die Menschen, oder? Ich glaube das ist für mich hier in Deutschland der Flohmarkt, wo ich auch immer wieder tolle Bücher entdecke und gleichzeitig interessante Menschen treffe und kennenlerne.

      Liebe Grüße nach Kanada und weiterhin ein tolle Zeit hautnah dabei!
      Der Irishman Patrick

  2. Super, da scheint ja jemand meine Leseleidenschaft zu teilen! 🙂
    Vor allem den „Hunderjährigen“, den liebe ich! Ich hab‘ selten so gelacht beim Lesen! Freue mich auf weitere Tipps

    • Hallo Sarah,
      allerdings, ohne Bücher geht´s einfach nicht 😉 Ich glaube der „Hunderjährige“ hat alles richtig gemacht in seinem Leben! Hast Du auch noch eine Empfehlung für mich?
      Viele Grüße
      Der Irishman Patrick

        • Hello, hello & Danke! Ich glaube es wird Zeit für Carl Mock, nachdem ich Jo Nesbo und seinen Harry in seinem letzten Fall begleitet habe. Ich bin gespannt.
          Schöne Inspirationen. Ich freue mich besonders auf Die Kunst des Reisens von Alain de Botton und 100 legendäre Reiserouten von Keith Lye. Ich bin gespannt!

          Liebe Grüße zurück aus Köln in die Schweiz,
          Patrick

  3. Schiffbruch mit TIger gehört zu den schönsten und berührendsten Büchern, die ich lesen durfte. Würde ich jederzeit nochmal lesen. Der Hundertjährige habe ich aus einem Bauchgefühl heraus gekauft und fand darin einer der kreativsten und zugleich lustigsten Geschichten, an die ich mich erinner kann. Auch sehr inspirierend, dass es dieses Buch ohne großen Verlag im Rücken soweit geschafft hat – einfach weil es so gut ist. Das macht Hoffnung! Ich hatte zuletzt über Literatur auf Reisen geschrieben. Bei Interesse findest Du den Blog hier: http://reflexioneneinessuchenden.blogspot.in/2013/10/literatur-auf-reisen.html
    Liebe Grüße! Oleander

    • Hallo Mr Coconutyoga,

      freut mich sehr, dass Dir die Bücher genauso gut gefallen wir mir. Ich finde es faszinierend, wie solche fantastischen Ideen entstehen und im Anschluss in Worte gefasst werden. Wie ich Deinem Blog entnehme bist Du auch großer Fan des papierhaften Buches. Jedes Buch hat eine Seele und ist ein Werk, dass meiner Meinung nach gedruckt und nicht in einen E-Reader gepackt werden sollte. Um das Buch zu spüren nehme ich gerne etwas mehr Gepäck auf mich.
      Mut und Leidenschaft werden belohnt. Irgendwann. Ich hoffe Du kannst Deinen Traum umsetzen! Freu mich wieder von Dir zu hören.

      Liebe Grüße
      Patrick

      • Ich bin mit Büchern aufgewachsen und sie sind mir sogar ein Stück Heimat. Daher nehme ich gerne den schweren Rucksack in Kauf. Und man lernt auch unglaublich viel beim ersten selbstgeschrieben Buch. Mal sehen, wohin das zweite führt! Danke für Deine lieben Wünsche!

        • Ich finde es faszinierend, dass Du ein Buch geschrieben hast. Meine Gedanken haben es bisher erst zu einem Kapitel gebracht. Ich hoffe es wird bald damit weitergehen. Durchhalten ist wohl in dem Fall eine große Tugend. Wie heißt denn Dein Buch und über was hast Du geschrieben? Und was ist mit deinem zweiten Projekt?

          • Auch bei mir hat es ewig gedauert bis das Buch stand. Aber ich musste erst reifen. Oft genug habe ich angefangen und das Manuskript bald dartauf wieder in die Tonne gekickt. Mein Buch heisst „Reflexionen eines Suchenden“ (wie der Blog) – „eine Oddysee durch Schatten und Licht“ und beschreibt radikal ehrlich und persoenlich mein Leben – ich nutze einen ersten biographischen Teil, um zu erklaeren warum ich radikal ausbrechen wollte. Es beschreibt sehr dunkle Zeiten und muendet dann in meine erste Indienreise, bei der mir vieles aus der Vergangenheit wieder begegnet ist. Der dirtte Teil fuegt beides zusammen. Die Reaktionen darauf waren extrem unterschiedlich. Manche hat es sehr beruehrt, anderen ging das zu nah. Der Klappentext findet sich auf dem Blog und erklaert das noch genauer.

            Das zweite wird aus einzelnen Reisereportagen bestehen, die ich auf meinem Blog veroeffentliche, sicher nicht weniger persoenlich sein, aber befreit von dem (ganzen) Ballast der Vergangenheit. Dann werde ich sehen, ob es fuer mehr reicht. In jedem Fall kann ich so ein Projekt nur sehr empfehlen!

            Liebe Gruesse, Oleander

          • Oleander, ich freue mich darauf, Dein Buch zu lesen.
            Ich denke, in einem Buch seine Gedanken zu sortieren, niederzuschreiben, Erlebtes zu recherchieren und nochmals zu vergegenwärtigen lässt Dich sehr viel über sich selbst erfahren und kennenlernen. Außerdem ist es eine persönliche Verarbeitung und vielleicht sogar ein Abschluss der Vergangenheit. Und diese Selbstreflexion ermöglicht es erst weiter zu schreiben und mehr und mehr zu entdecken. Das gewaltige Stück Lebenserfahrung gibt es dazu.
            Ich bin sehr gespannt wohin Dich Dein Weg führt und auch wohin der Meine sich auf machen wird. Ein Buchprojekt bleibt in jedem Fall ein Traum der nicht nur einer bleiben soll.
            Einen entspannten dritten Advent und liebe Grüße
            Patrick

          • Entschuldige meine spaete Antwort, es waren und sind bewegte Zeiten.
            Was DU schreibst, trifft es sehr gut: in vielerlei Hinsicht war es eine Verarbeitung einer sehr wichtigen und zugleich sehr sehr schwierigen Zeit in meinem Leben, Selbstreflexion und ja, in gewisser Weise ein Abschluss oder zumindest ein Einordnen und ruhen lassen. Und ja, es hat neue Tueren geoeffnet, durch die ich seitdem schreite – staunend und voll neuen Lebensmut, Neugier und der Faehigkeit zu geben und zu empfangen. Lass uns einfach weiter ueber unsere jeweiligen Wege in Kontakt bleiben und austauschen, was uns dabei begegnet. Und falls das Buch mal richtig aktuell wird, biete ich mich gerne als Testleser an! Ganz liebe Gruesse aus Lombok,

            Oleander

          • Ist es nicht unglaublich wertvoll, dass sich neue Türen öffnen und sich neue Perspektiven ergeben? Und wenn das Schreiben ausgelöst wird, ist es umso schöner.
            Ich freue mich auf unseren weiteren Kontakt und Austausch. Vielen Dank für Dein Angebot, darauf komme ich sehr gerne zurück.

            Schreite voran. Mutig und mit großen Schritten!

            Liebe Grüße
            Patrick

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