Lesetipps für den Sommer – Reiseblogger verraten ihre Roadtripbücher

2

Der Sommer ist da. Zeit für viel Sonne, Wärme, Leben, gute Laune, lange Tage und laue Sommernächte. Für draußen sein, Freunde treffen, Grillen und es sich einfach gut gehen lassen. Was würde zu dieser Stimmung besser passen als ein Roadtrip? Nichts! Ganz genau. Auf geht es zu den Abenteuern unterwegs auf den Straßen der Welt, immer gespannt, was einen auf diesen Reisen hinter der nächste Kurve erwartet.

 

Überland von Peter Hessler

Werde ich nach dem besten Reisebuchautor gefragt, fällt mir stets Peter Hessler als erstes ein. Niemand hat mich so sehr beeindruckt und wohl auch als Autor geprägt wie der amerikanische Journalist, der mehrere Jahre für den “New Yorker” als Korrespondent in China arbeitete und inzwischen in Kairo lebt. Um seine Bücher spannend zu finden, brauchst du nicht unbedingt ein China-Freak zu sein oder wie ich ein paar Jahre im Land gelebt zu haben. In Überland nimmt dich Hessler auf einen Roadtrip von Peking auf die tibetische Hochebene mit und lässt dich am Leben all jener Leute teilhaben, die er am Straßenrand aufliest und ein Stück mitnimmt. Zwischen den menschlichen Geschichten verknüpft Hessler jede Menge Hintergrundinfos. Wusstest du beispielsweise, dass in China vor langer Zeit diskutiert wurde, die Große Mauer in eine Autobahn zu verwandeln oder wusstest du dass nordchinesische Bauern den Weizen auf der Strasse ausbreiten, damit die darüberfahrenden Autos das „Dreschen“ übernehmen? Witzig sind auch die abstrusen Fragen aus der theoretischen Fahrprüfung, die Hessler vor diesem Roadtrip ablegen musste.
Für mich ist das Buch ein Meisterwerk, da es anders als andere Reiseliteratur wirklich in die Tiefe geht. Falls du auf der Suche nach weiteren Bücher zu China bist, findest du übrigens hier meine Leseliste für China.

xx
Oliver in Shanxi Oliver hat sechs Jahre in China gelebt und ist als freier  Journalist und Blogger in der Welt unterwegs. Neben seinem Chinablog Sinograph betreibt er auch den Weltreiseblog Weltreiseforum.com. Außerdem findest du ihn auf Facebook, Twitter und Instagram.

 

 xx

Hildegard Grünthaler – Tausend Tage Wohnmobil

Tausend Tage Wohnmobil – heißt mein derzeitiger Buchtipp in Sachen Roadtrip. Hier fahren die Autorin Hildegard und ihr Mann Peter mit ihrem eigenen Wohnmobil in drei Jahren durch Amerika, Australien und Neuseeland. Da gerade diese drei Länder für unseren Roadtrip im Herbst von Bedeutung sind, habe ich den handlichen Fernweh-Schmöker förmlich verschlungen. In der „Wir“Form geschrieben, fühlt man sich, als säße man auf dem Rücksitz. Auf 350 Seiten erhält man allerhand Infos zu Regionen, Städten, Einwohnern und Allgemeines zum Thema Reise und Wohnmobil. Das Buch ist leichte Kost, zwischenzeitlich mal etwas lästernd geschrieben, aber im Großen und Ganzen eine tolle Empfehlung als Outdoor Handbuch.

xx
Tanja_von_takly_on_ tourTanja berichtet auf ihrem Blog takly on tour nicht nur über ihre Leidenschaften des Reisens und der Fotografie, sondern möchte dir auch das Camping unter anderem mit dem Wohnmobil näher bringen.  Ihr findet Tanja auch auf Facebook, Twitter und Instagram.

 

 

 

Claudia Metz und Klaus Schubert – Abgefahren: in 16 Jahren um die Welt

Schon während meiner Ausbildung zur Industriekauffrau merkte ich, der tagtägliche nine to five Job bis zur Rente ist nichts für mich. Als gelernte Industriekauffrau saß ich nach meiner Ausbildung in einer Bank. Ein solider Job, keine Frage, aber ich war todunglücklich. Mit 20 stand ich quasi in den Startlöchern und arbeitete ein Jahr auf eine alternative Arbeitsform, dem analogen Nomadentum hin. Hierbei inspirierte mich unter anderem das Buch Abgefahren: in 16 Jahren um die Welt. Kurzum geht es um ein Pärchen, dass 1981 mit dem Motorrad von Köln aus startete und erst 1997 zurückkehrte. Klaus ist 23, Claudia, die nie zuvor Motorrad gefahren ist, gerade mal 20. Ursprünglich sollte es nur nach Japan zu Klaus Schwester gehen, die dort wohnte. Claudia, die mitten im Studium war, dachte sich, wenn sie ihn jetzt ziehen lässt, sieht sie ihn wahrscheinlich nie wieder. Sie machte ihren Motorradführerschein und ging mit ihm. Aus den geplanten zehn Monaten Reisezeit wurden letztendlich 16 Jahre. Das Buch beschreibt die jeweiligen Sichten des Pärchens, wie sie mit einfachen Mitteln lebten und eine 16-jährige Weltreise organisierten. Unter anderem fallen Sie unter Räuber, werden auf ihrer illegalen Tour durch Rotchina verhaftet, lernen oder leben mit Indianern im Regenwald. Ein wahres Abenteuer, das meine Reisesehnsucht nur so schürte und mich bestärkte in die Welt zu ziehen.

xx
Janine Profilfoto_Bereise_die_weltAuf ihrem Blog Bereise die Welt möchte euch Janine inspirieren, trotz Vollzeitarbeit die Welt zu entdecken und richtet dabei ihren Fokus auf angehende, analoge Reisenomaden, für das sie gerade ein Coaching Programm entwickelt hat. Sie ist auch zu finden auf Facebook, Twitter und Instagram.

 

 

 

Roger Willemsen – Die Enden der Welt

Auf langen Zugfahrten, Busreisen oder Flügen brauche ich ein Buch, das mich fesselt und zum Nachdenken anregt. Und mein aktuellstes Buch was ich dazuzähle, ist Roger Willemsen’s „Die Enden der Welt“.

Der Autor erzählt darin von Städten, Landschaften und Ort auf der Welt, an denen für ihn ganz besondere, seltsame, außergewöhnliche, mysteriöse oder bemerkenswerte Dinge passiert sind. Von Himalaja über die Südseeinseln von Tonga, Tokio, die Eifel oder den Nordpol, hat der Roger alle erdenklichen Punkte auf der Erde angesteuert. Immer auf den Suche nach den Enden der Welt – in vielerlei Bedeutungen.
Für mich persönlich ist das Buch alleine schon lesenswert, da Roger Willemsen eine unglaublich interessante Persönlichkeit ist und wie kaum ein anderer in der Lage ist, das Potential der deutschen Sprache zu nutzen. Nach jedem Kapitel habe ich mindestens 10 neue Wörter oder Wortkombinationen gelernt. Anfangs nicht ganz einfach zu lesen, aber nach ein paar Seiten war ich vollkommen gefangen in den detaillierten Szenerien von Rogers Reisebildern.

xx
Alex_von_BergReifBergreif heißt der Blog von Alex, bei dem es sich, wie der Name schon sagt, um die Bergwelt dreht. Ob Sonne oder Winter, Alex ist am liebsten mit dem Rucksack in den Bergen. Dabei ist er immer mit so leichtem Gepäck als möglich unterwegs. Bergreif gibt es auch auf Facebook, Twitter und Instagram.

 

 

 

Lori Nelson Spielmann – Morgen kommt ein neuer Himmel

Brett ist 34 Jahre alt, als ihre Mutter stirbt. Als die Testamentseröffnung ansteht rechnet Brett fest mit einer Leitungsposition im Kosmetikkonzern ihrer Mutter, für den sie bisher gearbeitet hatte. Statt dessen hinterlässt ihre Mutter ihr eine Liste mit Lebenswünschen – eine Liste, die Brett selbst als Jugendliche verfasst hat. Der Auftrag ihrer Mutter lautet klar: verwirkliche deine Lebensträume!

Verwirrt und ängstlich macht sich Brett auf den Weg die einzelnen Punkte der Liste abzuhaken. Die Idee des Romans ist vielleicht nicht neu, das Gefühl, was der Leser vermittelt bekommt ist das Lesen der Buchseiten allemal wert. Es geht darum den Mut zu entwickeln seinen eigenen Weg zu finden, Risiken einzugehen und auch bei Gegenwind nicht aufzugeben. Morgen kommt ein neuer Himmel ist ein wunderschönes Buch über den steinigen Weg, den man bestreiten muss, um sich selbst zu finden und seine eigenen Träume zu erreichen.
xx

Karina_von_uaberhaftesanderswoAuf ihrem Blog Zauberhaftes Anderswo widmet sich Karina sowohl dem Tauchen als auch dem Aktiv sein auf Reisen. Dabei spielen außergewöhnliche Abenteuer abseits der Touristenpfade eine große Rolle. Mehr von Karina gibt es aus Facebook, Twitter und Instagram.

 

 

Viel Spaß beim entdecken! Haben die Bücher euren Geschmack getroffen? Habt ihr noch weitere Buchvorschläge für den Sommer? Ab damit in die Kommentare.

* Dieser Beitrag enthält sogenannte Affiliate-Links, die zu Amazon.de führen. Wenn Du über diesen Link ein Produkt kaufst bekomme die Verfasser der Empfehlungen ich einen kleinen Anteil vom Kaufpreis als Vermittler. Für Dich entstehen dadurch keinerlei Nachteile. Weder der Preis noch Ihre Meinungen ändern sich dadurch.

Share.

About Author

Hello, hello! Ich bin Patrick. Rothaarig. In dieser Kombination sozusagen Ire. Mehrmalsauszeitnehmer. Wenn ich nicht gerade Köln entdecke, dann die Welt. Hier erfährst Du mehr über mich

2 Kommentare

  1. Da sind auf jeden Fall interessante Vorschläge dabei. Danke für die Liste!

    Was ich noch empfehlen kann:
    „Die Suche nach Indien“ von Dennis Freischlad.

    Der Autor reist mit dem Motorrad vom Südzipfel Indiens bis in den Norden. Ihm gelingt es meines Erachtens sehr gut, das Erlebte sowie das Leben in Indien zu beschreiben. Hinzu kommt, dass vor allem die Passagen über den Straßenverkehr sowie die indische Bürokratie sehr lustig sind.

    • Hallo Stefan,
      ich habe zu danken! Das Buch hört sich nach einem spannenden Abenteuer an, dass sich wunderbar in die Vorschläge einreiht. Alleine schon die Durchquerung eines Landes mit dem Motorrad, ganz zu Schweigen von Indien lassen meine Abenteuerlust höher schlagen.
      Danke und viele Grüße,
      Patrick

Leave A Reply