Warum Du Dir jetzt eine Auszeit vom Alltag gönnen solltest

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Für jeden Menschen ist ein gewisses Maß an Routine gut. Es gibt Selbstsicherheit und gewohnte Abläufe erleichtern den Alltag. Aber was ist, wenn der Alltag zunehmend erdrückend wird? Was, wenn es nur noch darum geht fremdgesteuert Aufgaben zu übernehmen und eine Spirale von Terminen sowie Verpflichtungen ohne nennenswerte Atempause Dein Leben diktiert? Wenn Du schon beim ersten Weckerklingeln den intensiven Drang verspürst einfach liegenzubleiben. Wenn Dir Dein Leben zwar eine bequeme Komfortzone garantiert, aber keine Zufriedenheit? Was, wenn die Monotonie des Alltags von Dir Besitz ergreift? Dann wird es Zeit die Pausetaste zu drücken, eine Auszeit zu nehmen und eine Reise anzutreten.

 

Freiheit statt Fremdbestimmung

Der Alltag verlangt uns regelmäßig sehr viel ab. Ob Stress im Job, private Verpflichtungen oder Termine. Auch Freizeitstress kann dabei eine Rolle spielen. Aber sollten sich freie Zeit und Stress eigentlich nicht ausschließen? Die Welt ist ein komplexes Gebilde und es gibt natürlich immer etwas zu tun. Ständige Erreichbarkeit und Fremdbestimmung. Hast Du mal wieder nicht nein sagen können? Wann hast Du dich das letzte Mal richtig unbeschwert gefühlt?

Eine Auszeit lässt Dich durchatmen und die verlorengegangene Freiheit spüren. Denke an dich, völlig unbeschwert und ohne Verpflichtungen. Werfe den Ballast der Fremdbestimmung und aller Komplexität des stressigen Alltags über Bord. Entdecke wieder die Leichtigkeit des Lebens und genieße die Unabhängigkeit. Nehme Dir die Zeit und besinne Dich darauf, was Dir wirklich wichtig ist. Selbst entscheiden zu können was Du willst und zwar nach Deinen eigenen Vorstellungen – wie fühlst sich das an?

 

Gelassenheit und innerer Ruhe sind keine Fremdwörter

In der alltäglichen Hektik stellt sich schnell ein inneres Ungleichgewicht ein. Innere Unruhe und Abgespanntheit lassen nicht lange auf sich warten. Kleinigkeiten werden aufgebauscht und nicht selten erwischt man sich oder andere dabei gereizt zu reagieren. Oder wie erklärst Du Dir das wilde Hupen des hinter Dir stehenden Autos, wenn Du nicht spätestens bei rot-orange das Gaspedal durchdrückst? Oder an der Supermarktkasse nicht in Rekordgeschwindigkeit Deinen Wagen aus- und wieder einräumst ohne schief angeschaut zu werden? Mit der produzierten Rastlosigkeit fällt es einem immer schwerer runterzukommen und es ist nicht einfach aus diesem Kreislauf zu entkommen.

Es wird ein paar Tage oder Wochen dauern bis Du während einer Auszeit realisierst, dass es auch anders geht. Bis die innere Ruhe und Gelassenheit zurückkehrt und Du die Dinge nimmst wie sie kommen, auch wenn es mal etwas länger dauert. Du wirst überrascht sein, was für eine befreiende innere Ausgeglichenheit in Dir steckt, wenn Du entdeckst, dass die Uhren sich auch so weiterdrehen und Du die Welt mit anderen Augen siehst.

 

Leben und Kraft tanken

Wann hast Du Dich das letzte Mal so richtig erholt gefühlt? Erholung kommt im Alltag aufgrund der hohen zeitlichen Arbeitsbelastung meist zu kurz. Auch die Wochenenden sind in der Regel nur ein Tropfen auf den heißen Stein und werden spätestens Montagnachmittag wieder sehnlichst herbeigewünscht.
Neue Erlebnisse, Orte und spannende Momente, Abenteuer, das Entdecken von bisher fremden Kulturen und Menschen bieten Abwechslung und bringen Dich schnell auf andere Gedanken. Die täglich unterschiedlichen Aktivitäten und Eindrücke im Rahmen einer solchen Auszeit verwandeln Deinen Geist und Körper. Die Strapazen des Alltags fallen nacheinander von Dir ab und Du kannst wunderbar abschalten. Das spannende Neue und so angenehm Andere füllt Deine Energiespeicher und Du wirst Dich wieder lebendig fühlen. Eine ungeahnte Motivation und Lebensfreude macht Lust auf mehr. Auch wieder auf den Alltag.

 

Träume als Lebenselexier

Wann hast Du das letzte Mal Zeit gehabt, Dir über Deine Träume Gedanken zu machen? Vor meiner ersten Reise war es damals eine ganze Weile her. Ich war gefangen im alltäglichen, unkreativen Trott. Seine Träume leben. Das klang sehr weit weg. Leider sind diese drei aneinandergereihten Wörter in den letzten Jahren zu einer der meistgenutzten und bedeutungslosesten Phrasen verkommen. Wieso eigentlich? Wann willst Du denn damit anfangen, Deine Träume zu verwirklichen? Nachdem Du in Rente gegangen bist? Aufschieben und verdrängen ist bequem, aber auch nicht erfüllend. Genau genommen, sehnen wir uns doch danach wieder zu träumen und diese Träume auch zu verwirklichen.

Wir benötigen Freiräume und Zeit für neue Gedanken, Selbstreflexion, Träume und Inspirationen. Raum, um neue Ideen zu entwickeln, neue Pläne zu schmieden und Zeit etwas auszuprobieren. Raum und Zeit eine Reise zu erleben und auf diesem Weg Spielräume zu schaffen.

 

Du hast nur ein Leben

Unterwegs treffe ich immer wieder Reisende, die das 50. oder 60. Lebensjahr überschritten haben.  Mit Ihrem Vielfachen an Lebenserfahrung sind sie als Begleiter und Gesprächspartner sehr unterhaltsam, Ihre Inhalte sehr wertvoll und wunderbar inspirierend.
Sie  sind ausnahmslos glücklich, noch in Ihrem Alter gesund die Welt zu bereisen und genießen es in vollen Zügen. Ihr Tenor ist allerdings eindeutig: „Hätte ich das nur 30 Jahre früher gemacht.“ Selbstverständlich ist es im Alter noch ein Genuss zu reisen, aber auf einer anderen Basis. Körperliche Belastungen wie zum Beispiel lange, anstrengende Busfahrten oder die Stadterkundung zu Fuß fallen nicht mehr so leicht wie in jungen Jahren. Auch die Altersdifferenz von zwei bis drei Jahrzehnten ist manchmal in einem von meist jüngerem Publikum besuchten Hostel hinsichtlich gemeinsamer Aktivitäten nicht so einfach zu überbrücken.
Keiner von uns weiß, was in unserer Zukunft passieren wird. Ehrlich gesagt finde ich diesen Zustand sehr sympathisch, fände ich es doch ausgesprochen langweilig, wenn ich wüsste was auf mich zukommt. Auch als optimistischer Mensch frage ich mich manchmal ob in 30 Jahren mein Körper noch in der Lage sein wird die Strapazen einer Reise auf sich zu nehmen. Worüber ich mir aber wesentlich mehr Gedanken mache ist, ob ich es in diesem Alter nicht bereuen werde, früher meine Zeit besser genutzt zu haben?

 

Aufbruch und Veränderung anstatt Stehenbleiben und Resignation

Eine jede Auszeit bzw. Reise beendet und eröffnet zugleich einen Lebensabschnitt und bringt neue Chancen und Möglichkeiten. Aufbruch bedeutet auch Abstand zur alten Situation gewinnen. Mit neuen klaren Gedanken, neuen Sichtweisen, Erkenntnissen und Erfahrungen bietet die Reise eine inspirierende Grundlage für eine Neuorientierung oder einen Neuanfang. Es ist eine tolle Lebenserfahrung, aber ohne einen Aufbruch wird es auch keine Veränderung geben. Seid Ihr bereit für eine kleine Revolution?

 

Fazit: Auch wenn der Alltag den Großteil unseres Lebens bestimmt und das Sicherheitsbedürfnis stillt, ab und an ist es Zeit für einen Ausbruch aus der Komfortzone. Es geht nicht nur darum persönliche Freiheiten wieder zu entdecken und auszukosten. Vielmehr ist es der Freiraum der gewonnenen Zeit, der Dich zur Ruhe kommen und atmen lässt, aber auch Deine Kräfte wieder auftankt. Es ist Zeit, Deinen Träumen wieder Raum zu geben. Und es sind die Erlebnisse und Momente einer Auszeit, die Dir ein neues Lebensgefühl voll Inspiration und Konzentration auf das, was Dir wirklich wichtig ist, geben. Eine Auszeit ist der Reiseweg zum Ziel: Zufriedenheit und Glück. Warum warten? Das Leben wartet nicht auf Dich.
„Denkt immer daran, Zeit ist Geld“ schrieb einst Benjamin Franklin im Jahr 1748.  Zeit ist, wie ich finde, unbezahlbar im Jahr 2014.

Hast Du Dir schon einmal eine Auszeit zum Reisen genommen? Was waren Deine Beweggründe? Und fallen Dir weitere Gründe für eine Auszeit ein? Ich freue mich auf Deinen Kommentar unterhalb des Artikels.

 

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About Author

Hello, hello! Ich bin Patrick. Rothaarig. In dieser Kombination sozusagen Ire. Mehrmalsauszeitnehmer. Wenn ich nicht gerade Köln entdecke, dann die Welt. Hier erfährst Du mehr über mich

7 Kommentare

  1. Toller Bericht. Kann ich aus eigener Erfahrung voll und ganz zustimmen. Ich befinde mich nun auf meiner zweiten jährigen Weltreise und bereue keinen Tag!

    • Hello, hello David,
      vielen Dank 🙂 Finde ich klasse. Mut wird eben doch belohnt, oder findest Du nicht?
      Bin gespannt wo es Dich auf Deiner Reise hinzieht und was Du erleben wirst.

      Viele Grüße
      Der Irishman Patrick

  2. Wahre Worte! Schon bevor dieser Artikel erschien hat Patrick mich bei meiner Suche nach einem Ausweg aus meiner extrem unbefriedigenden Jobsituation unterstützt. Anfang des Jahres war’s dann so weit. Ich habe gekündigt und bin für drei Monate nach Neuseeland abgehauen. Und das erstaunliche ist: eigentlich ist es ganz einfach. Meine Wohnung habe ich untervermietet und dort habe ich für meine Unterkunft in einem Hostel gearbeitet. Ich habe mich noch nie in meinem Leben so glücklich und frei gefühlt wie in dieser Zeit. Manchmal braucht man einfach etwas Abstand, um das eigene Leben sozusagen aus einer anderen Perspektive betrachten zu können.

    • Liebe Annukka,
      ich finde es großartig und wahnsinnig mutig von Dir, dass Du das durchgezogen hast. Und freue mich deswegen riesig, dass Du eine so unglaublich tolle Zeit hattest und es sich für Dich gelohnt hat. Toll, dass ich Dir dabei helfen konnte. Ich habe das Gefühl, Du bist wieder die Annukka geworden, die genau so sein will, wie sie jetzt ist.

      Mut wird eben doch belohnt 🙂

      Liebe Grüße
      Patrick

  3. Pingback: Meine 10 Lieblingsblogs zun den Themen Weltreise & Auszeit

  4. Hey Patrick
    LoL ich heiße auch Patrick 😀
    Wie geht’s denn so ? Habe meinen Job gekündigt, danke für den Tipp sitze nun jeden Tag mit Unterhemd auf der Couch und kann endlich das machen, was ich immer machen wollte 24/7 Zocken. Du bist der Beste danke Bro

    • Hello Patrick,
      alles gut bei mir, danke der Nachfrage. Falls du deinen Job nicht mehr ausgehalten hast, war das vermutlich die richtige Entscheidung. Ich hoffe du kannst deine Auszeit nutzen, um auf andere Gedanken und Ideen zu kommen. Vielleicht kannst du neben dem Müßiggang, bei diesem herrlichen Wetter heute auch noch die Sonne genießen.

      Viele Grüße,
      Patrick

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