Warum ich keine Bucket List habe und Du auch keine brauchst

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„Wie Du hast keine Bucket List?“. „Du brauchst unbedingt eine Bucket List.“ „Was steht auf Deiner Bucket List?“ oder „Das schreibe ich auf meine Bucket List“. Welcher dieser Sätze kommt Dir bekannt vor?
Unser Leben wird zunehmend komplexer und mutiert zur to-do-Liste. Es ist immer mehr von fremdbestimmten oder eigens auferlegten Zwängen geprägt. Selbstverständlich musst Du arbeiten und Dir Deinen Lebensunterhalt verdienen. Du musst Dich aber auch gleichzeitig in einer Leistungsgesellschaft etablieren. Du musst Deine Freizeit nutzen. Du musst noch so viele Dinge erledigen, wie Einkaufen, Aufräumen, Saubermachen, Zurückrufen, Zurückschreiben, die Steuererklärung machen und zum Sport. Und das am besten jetzt gleich, alles auf einmal. Und jetzt sollst Du auch noch eine Bucket List führen? Ausgerechnet für Deine freie Zeit?

 

Eine to-do-Liste für Reiseziele

Eine Bucket List ist eine Liste mit Dingen, die man bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gerne erleben möchte oder vielmehr erlebt haben muss. In Bezug auf Reisen sind das alle Ziele und Orte, an die Du schon immer einmal reisen wolltest oder unbedingt gerne sehen würdest. Das ist, wie ich finde erst einmal keine abwegige Idee, behältst Du doch im Auge, wohin Du reisen möchtest. Gleichwohl beschleicht mich dieses ungute Gefühl einer to-do-Liste, die ich mit Arbeit und nicht mit Freizeitvergnügen verbinde. Soll ich meine persönliche Auszeit, meine freie Zeit, in der ich mich erhole und Luft hole, einem muss-ich-noch-erledigen-Programm unterwerfen und nacheinander abhaken? Nein danke! Reisen ist schließlich kein Wettrennen.

 

Optionsdschungel und Überforderung

Mit der Zeit summieren sich die Reiseziele in eine schier unendliche Reihe an traumhafter Destinationen, mit dem Unterscheid, dass Du nur durch Aufschreiben Deinen Zielen nicht nähergekommen bist. Vielmehr baut sich schleichend ein gewisser Druck auf, der Dir vermittelt du könntest etwas verpassen. Je länger Deine Liste wird, desto mehr fühlst Du Dich überfordert. Die Ellen lange Liste lähmt Deine Gedanken und es fällt Dir zunehmend schwerer Dich für ein Reiseziel zu entscheiden. Zu viel Auswahl hat seine Tücken.

 

Einschränkung und Verlust der Spontanität

Die aufregendsten Reiseabenteuer habe ich bisher spontan und ungeplant erlebt. Ob den Beginn meiner Weltreise, oder Mitten in der Wüste Atacama in Chile, wo ich auf einer Privatparty gestrandet war.  Und ich bin davon überzeugt, dass je mehr eine Reise geplant und erzwungen ist, desto mehr Einschränkungen und Kompromisse sind nötig. Verlierst Du nicht auch damit die Freiheit der Flexibilität, dahin zu reisen, wo Du willst? Hast Du eventuell dann keine Zeit mehr für einen Ort an dem Du Dich wohlfühlst, weil Du aufgrund einer Liste weitermusst? Was machst Du denn mit Deiner Bucket List, wenn Du Deine nächsten Urlaub oder Deine nächste Auszeit in Südafrika verbringen möchtest, aber eigentlich Südspanien laut Liste an der Reihe wäre? Gibst Du dem Impuls Afrika nach, oder schreibst Du es an das Ende Deiner Aufreihung, zu der Du vielleicht nicht kommen wirst? Bist Du nicht auch der Meinung dass die besten Abenteuer spontan entstehen?

 

Ausgeträumt oder unerreichbar

Auch wenn ich es mir nie vorstellen könnte, zu behaupten, ich hätte alles gesehen, was ich gerne sehen würde und es somit eine hypothetische Überlegung ist, frage ich mich: Gesetz des Falles, Du würdest all Deine Vorhaben auf der Bucket List erreichen. Ist das dann gleichbedeutend mit dem Ende Deiner Träume? Alles erlebt. Habe ich dann keine Reiseziele mehr im Leben, keine lebenswichtiges Traumelixier für Abenteuer. Ausgeträumt. Fertig. Basta. Und was wenn ich an Stelle der Bucket List hätte ganz andere Sachen erleben können? Die mir vielleicht wesentlich mehr Erfüllung gebracht hätten?
Und auf der anderen Seite, was würde passieren, wenn ich die Dinge auf meiner Bucketliste nicht erreiche? Wenn ich es einfach nicht schaffe, meine Reise-to-do-Liste zu erfüllen. Habe ich mir dann vorzuwerfen, nicht gelebt zu haben? Habe ich gar etwas verpasst?

 

Träume bleiben erhalten

Natürlich habe ich auch ohne eine Bucket List meine Träume, ganz besonders meine Reiseträume. Aber im Gegensatz dazu, meine Reisefantasien nur zu einer unendlichen langen Liste zusammen zu pinnen, von der ich jetzt schon weiß, dass ich sie niemals erreichen werde, lebe ich einen Traum. Sobald mich eine Destination in Ihren Bann zieht, versuche ich es umzusetzen. Und zwar unbeschwert, immer in dem Gewissen auch spontan wo anders hinfahren zu können. Das einzige was ich mir vornehme ist mein eigener Herr zu bleiben, den es dort hinzieht wo es mir gefällt und selbst bestimmt wie lange ich vor Ort bleibe und wohin es mich anschließend zieht. Ich möchte der Spontanität und dem Unerwarteten Raum für Abenteuer lassen und den Augenblick auskosten. Immer in dem guten Gewissen keinen Blick auf eine Bucket List werfen zu müssen. Lebst Du denn nach einer Liste?

Mich interessiert Deine Meinung? Hast Du eine Bucket List oder nicht? Wie denkst Du jetzt darüber? Ich freue mich auf Deinen Kommentar unterhalb des Artikels.

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About Author

Hello, hello! Ich bin Patrick. Rothaarig. In dieser Kombination sozusagen Ire. Mehrmalsauszeitnehmer. Wenn ich nicht gerade Köln entdecke, dann die Welt. Hier erfährst Du mehr über mich

44 Kommentare

  1. Mal eine erfrischend andere Sichtweise zum Thema Bucket List! Mich persönlich schützt ja alleine schon der beknackte Name ‚Bucket List‘ davor, mir so etwas anzulegen. Doch Deine Argumente dagegen sprechen mir ebenfalls aus der Seele. Besonders Spontaneität kreiert die allerbesten Reisemomente!
    Safe travels!
    Marco

    • Hallo Marco,

      es freut mich, dass ich einen frischen Wind in die Bucket List Diskussion einbringen kann. Finde es toll, dass Du genauso denkst und frage mich gerade warum die Bucket List einen so prominenten Kultstatus erringen konnte?

      Es lebe die Spontanität.

      Cheers and be safe!
      Patrick

    • Liebe Madlen,
      vielen Dank 🙂 Großartig dass ich direkt aus dem Herzen Zustimmung erhalte!

      Liebe Grüße aus Köln
      Patrick

  2. Hi Patrick
    Ich hab auch keine. Da würde vermutlich viel zu viel drauf landen und ich wäre bloss entäuscht, was ich alles verpasse.

    Ich kann aber gut verstehen, wenn jemand eine Liste seiner Träume hat. So verliert man sie nicht so schnell aus den Augen. Viele verfolgen ihre Träume nicht so hartnäckig…

    Liebe Grüsse,
    Simon

    • Hallo Simon,
      da sind wir ja einer Meinung. Es ist genau der Punkt den Du ansprichst. Viele verlieren sich in Ihren vielen Bucket List träumen, anstatt anzufangen weniger in Angriff zu nehmen, dafür aber letztendlich wirklich etwas zu erleben und es zu geniessen.

      Ich kenne einfach zu viele, die einfach nur eine „Liste“ abhaken und kurze Zeit später gar nicht mehr wissen was Sie gemacht haben. Man muss sich ja nicht vorsätzlich unter Druck setzen. Dann wird die Reise schnell zum Stressfaktor.

      Liebe Grüße
      Patrick

  3. Sehe ich genauso. Listen „abarbeiten“ find ich doof, fühlt sich so nach Arbeit an.
    Ich hab beschlossen, dass ich einfach die ganze Welt sehen will oder möglichst viel von ihr und das mach ich einfach so wie’s kommt und passt. Ganz entspannt. 🙂

    • Hallo Mandy,
      besser hätte ich es nicht sagen können 🙂 Die Welt rennt uns ja nicht weg. Den Augenblick zu Leben ist die schönste Weise eine Reise zu geniessen, da lassen wir uns doch nicht von einer Bucket List stressen!

      Liebe Grüße
      Patrick

  4. Damit hast du mir aus der Seele gesprochen, Patrick! Ich habe denn auch gleich einen Punkt auf meiner to do-Liste abgehakt … Bucket List gelöscht 😉 .

    Beste Grüße, Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,

      wow, das freut mich sehr, dass Du direkt Deine Bucket List gelöscht hast und zukünftig Deine Träume lebst anstatt Sie aufzuschreiben. Um Sie im Anschluss unberührt liegen zu lassen.

      Keep on dreaming!

      Viele Grüße
      Patrick

  5. Uiuiui, neee! 😀 Hätte ich eine Bucket-List als „ToDo-Liste“ empfunden, hätte ich definitiv keine! Nix finde ich schlimmer als dieses „ich muss einmal auf jedem Kontinent gewesen sein“ oder „ich habe sounsoviele Länder dieses Jahr GEMACHT“, örks! Für mich ist die Bucket List Ausdruck meiner Wünsche: Was möchte ich sooo gerne noch tun? Was wollte ich schon immer, was möchte ich nicht verpassen?
    Ich schreibe die Bucket-List jedes Jahr an meinem Geburtstag und resümiere damit mein letztes Jahr. Auf einmal finde ich verrückte Dinge und merke, die habe ich tatsächlich getan, oder irgendetwas ist total unwichtig geworden. Das finde ich spannend.
    Und Träume sind ja nicht nur da, um gelebt zu werden, sondern auch schlicht einfach schön, wenn sie exisitieren. Sie sind Motivation und Freudensgeber für mich, und müssen, nein, DÜRFEN nicht alle erfüllt werden, denn was wäre ein Leben ohne Träume… 🙂
    Liebe Grüße
    /inka

    • Hallo Inka,
      das finde ich eine sehr interessante Auffassung der Bucket List. Ich denke das war auch die ursprüngliche Intension, bevor es ausgeartet ist, alles aufzuschreiben um bis weit ins nächste Jahrhundert verplant zu sein.
      Ich finde es super, dass Du deine Liste nicht als zwanghaft erreichbare Ziele verstehst, sondern als Wunsch- und Traumliste. Wie ich lese, kannst Du dann auch gerne auf einen Punkt verzichten, wenn er Dich nicht mehr interessiert und hast nicht dass Gefühl etwas zu verpassen und trotz Unlust noch unbedingt dort vorbeizuschauen. Genau dieser Punkt fällt vielen Menschen schwer.
      Natürlich gebe ich Dir recht: Was würden wir ohne unsere Träume machen? Träume sind Inspiration und Lebensfreude, wo würden wir hinkommen, wenn Sie uns jemals abhanden kämen oder scheinbar alle erfüllt wären?

      Auf die Träume!
      Liebe Grüße
      Patrick

  6. Ich bin ganz bei dir 🙂 denn ich habe schon an mir gezweifelt, ob etwas mit mir nicht stimmt, da ich in fast jedem Reiseblog lese: Du musst dir unbedingt eine Bucket-List zulegen. So erstellst du eine Bucket List etc. mich würde das so dermaßen demotivieren, dass ich mich in meine Bett verkrümeln und gar nichts tun würde.
    Ich denke, seine Träume hat man im Kopf und was einem plötzlich unwichtig wird, das vergisst man schnell automatisch.
    Danke für diesen Gegenpost zu allen (fast aufdringlichen) Bucket-List-Posts 🙂

    Ps: Irland war auch nicht geplant, einzige Bedingung für das Auslandssemester: Englischsprachig.

    • Hallo Lydia,

      lieben Dank für Deine Unterstützung! Bei mir sind genau deswegen auch Zweifel aufgekommen und daraus ist dieser Post entsprungen.
      Ich bin überrascht und fühle mich in meiner Meinung bestätigt, wenn ich sehe wie viele Leser genau die gleichen Gedanken haben.

      Träume sind wichtig und verändern sich immer wieder. Da ist es doch schön, wenn man spontan umdenken kann 🙂
      Wie ich lese, hattest Du auch schon Dein spontanes, völlig ungeplantes Erlebnis. Weiter so!

      Liebe Grüße
      Patrick

  7. Hey Patrick, ich gebe Dir absolut Recht!
    Sicherlich hat jeder von uns Wünsche und Ziele oder Träume. Aber wenn mich etwas erfasst hat, dann versuche ich es auch direkt umzusetzen oder darauf hin zu arbeiten. Es gibt bei uns in Hessen den Spruch: „Wer viel plant, geht viel Irr“ Ich denke, da ist viel wahres dran. Meine jetzige Reise kam auch sehr sehr spontan. Den Wunsch, oder die Idee dazu, hatte ich schon lange (auch ohne Bucket List) und jetzt habe ich es einfach gemacht. Während der Reise läuft es eh anders als gedacht und ich bin eher so der Typ „go with the flow“, denn das ergibt die besten Gelegenheiten und Begegnungen. Aber vielleicht brauche ich ja doch irgendwann eine bucket-list, damit ich nicht vergesse wo ich hin wollte? Man wird ja auch nicht jünger…. 😉

    • Hello Holger,
      dankeschön! “Wer viel plant, geht viel Irr” ist ein weiser Spruch, den ich nur jedem ans Herz legen kann! Ich finde es klasse, dass Du Deine Wünsche und Träume verfolgst und nicht nur aufschreibst. Dieses Gredo möchte ich meinen Lesern bei diesem Post mit auf den Weg geben.
      Spontanität und Freiheit ist doch gerade das schöne am Reisen. Und „go with the flow“ würde ich so unterschreiben. Es passieren auf Reisen so viele unerwartete Dinge und Begegnungen, da wäre es schade, wenn man sich eines Masterplanes verschrieben hätte und nicht einfach machen könnte, wonach einem gerade ist 🙂

      Ich wünschte mehr Menschen würden das so handhaben wie Du! Ist den Träume leben und sich eine Auszeit gönnen eine Frage des Alters?

      Liebe Grüße aus Köln,
      Patrick

  8. Absolut! Seh ich genau so. Bucket Listen sind vollkommen überflüssig und es ist hier wie bei To-Do Listen: Wirklich wichtige Dinge merkt man sich schon von allein. Man muss nicht alles nachmachen, nur weil man es auf jedem zweiten Ami-Blog liest.

    • Guten Morgen Tim,
      ganz genau! Die wirklich wichtigen Dinge lassen sich nicht anhand einer Master Bucket List erleben. Gerade das Neue und Unerwartete ist das Salz in jeder Reisesuppe. Und ist es nicht das größte ohne Erwartungen und zuvor gelesenes spannende Dinge zu erleben? Völlig unverhofft, ohne etwas nachzumachen.

      Viele Grüße
      Patrick

  9. Urplötzlich schießt die „bucket List“ wie Unkraut aus allen löchern… Ich finde es schön mal einen Artikel zu lesen, der diese Liste nicht als absolutes MUSS bezeichnet..
    Naja, habe ich eine? Klar 😀 aber eine jährliche mit maximal 12 punkten und Reiseziele kommen da erst recht nicht rein (ich habe doch jetzt noch keine Ahnung wozu ich nächstes jähr Lust habe..).
    Na gut, vielleicht ist das dann auch eher eine to-do-Liste.. Und ich liebe es to do Listen abzuhaken..
    Gruss, fee

    • Guten Morgen Fee,

      Dankeschön 🙂 es wird Zeit für eine Bewegung für Erleben und weniger Bucket List 😉 Solange Du an Deinen Zielen und Träumen festhältst und immer wieder kritisch überprüfst, ob diese noch zeitgemäß und für Dich interessant sind, finde ich das eine wunderbare Sache.
      Eine Liste zu haben, um nicht zu vergessen, was man gerne machen möchte, finde ich an sich nicht fehl am Platz, nur muss es irgendwann auch zur Umsetzung dessen kommen, sonst überfordert man sich selbst und setzt sich zusehends unter Druck.

      Bei einem 12 Punkte Jahresplan sollte das gelingen 🙂

      Liebe Grüße aus Köln,
      Patrick

  10. Auch mir erschliesst sich der Sinn einer solchen Liste nicht wirklich. Ich weiss auch so, was ich machen will und wovon ich träume. Dass ich einen Teil meiner Träume noch nicht verwirklicht habe, hängt auf keinen Fall damit zusammen, dass ich sie nicht in einer Liste zusammengefasst habe. Das ist irgendwie logisch und scheint ja auch hier in den Kommentaren der Tenor zu sein.

    Ich habe mir aber trotzdem auch schon überlegt, eine Bucketliste im Blog anzulegen. Wieso? Ich denke, in einem Blog hat eine solche Liste eine ganz andere Funktion als im privaten Leben. Im Blog visualisiert sie die eigenen Wünsche und Träume auf eine übersichtliche Art. Dann weiss der Leser: Ah, der Oli ist nicht einfach ein China-Freak, sondern er würde auch gerne mal mit dem Auto quer durch Afrika fahren. Nur hatte er bisher keine Gelegenheit. Im Blog würde ich es allerdings nicht als Bucketliste bezeichnen. Ein Minimum an Kreativität darf ja schon sein.. 🙂

    • Hallo Oli,
      ich denke man muss zwischen Reisebloggern und Reisenden unterscheiden. Während Reiseblogger vornehmlich Ihre Reisepläne umsetzen, sehe ich wiederum viele Reisenden, die sich mit einer Bucket List überfordern und sich an abzuarbeitenden Punkten überfordern.
      Und für einen Reiseblog kann es durchaus wichtig sein, die Leser über geplante Ziele zu informieren und Interesse zu wecken!
      Ich finde das simple Reisepläne dabei schöner als den Begriff Bucket List, der mich zu sehr an eine berufliche to-do-Liste erinnert.

      Dennoch bin ich erstaunt, darüber wie sehr sich der Begriff Bucket List in der Blogosphäre und unter den Reisenden etabliert hat. Obwohl der allgemeine Tenor hier in den Kommentaren doch eine gegensätzliche Meinung spricht.

      Und, ich stimme Dir absolut zu: Eine Liste bringt Dich Deinen Träumen oder Wünschen nicht im geringsten näher, auch wenn es helfen kann sich einen Überblick zu verschaffen.

      Viele Grüße aus Köln,
      Patrick

  11. Tatsächlich bin ich grade im Moment dabei mir zu überlegen eine solche Liste anzufertigen. Als Familie können wir sowieso nicht spontan sein. Unsere Reisen müssen, da wir zu fünft sind und nur in den Schulferien verreisen können, vorab geplant werden. Darum gefällt mir die Idee meine Ziele konkret vor Augen zu haben und darauf hinzuarbeiten und auch zu sparen. Ich mag den Gedanken, dass ich Dinge von der Liste abhaken kann. Ein weiterer Traum erfüllt! Ist doch schön, oder? Dass mich das besonders unter Druck setzen würde kann ich nicht nachvollziehen. Ich bestimme doch, trotz Liste, immernoch selbst welche Ziele ich momentan erreichen will. Ich bin mir auch sicher, dass diese Liste immer wieder mit neuen Träumen gefüllt wird – die gehen mir bestimmt nie aus 🙂 Natürlich ist eine Liste mit meinen Träumen nicht unbedingt notwendig – bis jetzt ging es ja auch ohne… Aber ich finds nett und lese auch gerne welche Träume Andere haben.

    • Liebe Ellen,

      gerade mit einer fünfköpfigen Familie ist Planung unerlässlich. Und wie Du richtig sagst, ist es ein Ziel, worauf Du hinarbeiten kannst. Wie ich Deinen Zeilen vernehme, bist Du aber direkt an einer Umsetzung interessiert. Und das ist der entscheidende Punkt. Nicht nur aufschreiben, sondern die Träume auch realisieren!
      Es geht mir darum, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und zuviel danach zu schauen, was andere tolles machen oder vorhaben. Es geht schliesslich um Dich und nicht um andere.
      Mit dem Gedanken eine Liste abzuhaken, tue ich mich persönlich sehr schwer, da ich mich immer daran erinnert fühle eine Erwartung erfüllen zu müssen. Für mich ist Reisen eine Möglichkeit mich treiben zu lassen und da will ich mich nicht einer Liste unterwerfen.
      Ich finde es toll, dass Du konkret ein Ziel angehst und es anschliessend erlebst. Und Dich darüber hinaus in keinster Weise dem Stress aussetzt, einer Fremdbestimmung zu verfallen.

      Eine Traumliste ist eine schöne Erinnerung und eine Möglichkeit sich seine Ziele vor Augen zu führen, aber findest Du nicht dass es darauf ankommt Träume zu leben?

      Liebe Grüße aus Köln,
      Patrick

  12. „Typisch deutsch“ hätt ich gesagt, aber das Phänomen Bucket Liste hat ja internationale Ausmaße.

    Noch schlimmer als eine Bucket Liste mit Reisezielen finde ich ja noch eine Bucket Liste mit Sinnlosigkeiten, z.B. „Elefanten reiten“, „kambodschanisches Weisenkind in den Arm nehmen“, „Bungee springen“, …
    Brechreiz lass nach!

    Eine Liste von Traumzielen: ja, gerne!
    Eine Todo Liste: nein danke!

    • Hallo Florian,
      vielen Dank für Deine Unterstützung. Ich sehe das absolut genauso. Deswegen bin ich von der Tragweite und der Beliebheit der Bucket List sehr überrascht.
      Aber vielleicht brauchen viele Menschen einfach die Unterstützung und den Glauben daran, an einer Liste festhalten zu können, um sich Ihren Träumen zu nähern.

      Wie Du sagst, Traumziele zu definieren ist eine fantasievolle Anregung, alles im Sinne einer expliziten to-do Liste zu definieren, lediglich Ausdruck eines sehr „deutschen“ Verhaltens, eine Sache abgearbeitet zu haben. Denn darum geht es beim Reisen ganz sicher nicht!

      Cheers aus Köln,
      Patrick

  13. Persönlich brauche ich keine Bucket List, die einer To-Do Liste gleicht.

    Was ich aber gut finde, ist sich mit sich selber ab und an auseinanderzusetzen- im Sinne: bin ich zufrieden? Mache ich das, was mich glücklich macht? Kurzum: sich Zeit zum reflektieren nehmen. Wie man das macht, ob dafür eine Liste oder sowas her muss, ist eigentlich sekundär. So viele Menschen hetzen durchs Leben (da haben wir wieder die To-Do-Listen), dass diese ganz grundsätzlichen Fragen irgendwie untergehen…

    Gute Reise & viele Grüße,
    Aylin

    • Liebe Aylin,
      ich finde eine Bucket List unterscheidet sich grundlegend von einer Reflektion, mich mit meinem Leben auseinanderzusetzen. Ich bin ein großer Fan Selbstreflektion auszuschreiben, was mich glücklich und zufrieden macht, oder eben nicht. Die Visualisierung ermöglicht Dir immer wieder darauf zurückzublicken und neue Punkte zu ergänzen oder eben alte zu streichen.
      Genau das ist der springende Punkt Aylin. Es geht darum den gestressten Alltag nicht in eine verpflichtende Bucket List zu transfomieren sondern in seiner Freizeit die Möglichkeit zu besitzen, einfach zu leben, auf was Du Lust hast. Unabhängig und ohne jegliche Verpflichtungen.

      Save travels & cheers,
      Patrick

  14. Hätte ich eine Bucket List, hätte ich viel verpasst in meinem Leben. Es wären viele Länder nicht draufgestanden, die ich mittlerweile bereist habe (wer will denn schon nach Nordkorea?). Und genau wie Du in Deinem Artikel beschreibst, kann man die spannendsten Begegnungen, Einladungen und Naturschauspiele nicht planen. Liebe Grüße, Gudrun

    • Liebe Gudrun,
      da sprechen wir eine Sprache 🙂 Es wärdoch sehr schade gewesen, wenn Du aufgrund einer Bucket List nicht die Nordkorea Erfahrung gemacht hättest (was ich übrigens superspannend finde!)
      Es lebe das Unbekannte, Spannende und die vielfältigen Überraschung des Reiselebens 🙂

      Liebe Grüße
      Patrick

  15. Hi Patrick,

    Interessanter Artikel! Ich bin auch leidenschaftlicher Individualreisender und gebe dir völlig Recht. ToDo-Lists sind Pflichten, keine Freuden. Jede Reise gibt dir wieder neue Eindrücke und Sichtweisen. Plötzlich können sich damit auch deine momentanen Interessen und Wünsche ändern, also bleibt die ungezwungene Bicket-List lieber im Kopf und ständig flexibel.

    Cheers!
    Pascal

    • Hello Pascal,

      vielen Dank! Freue mich immer sehr über Gleichgesinnte 🙂 Ganz genaus sehe ich das auch. Sobald Reisen als letzte Wirklich Bastian der Freiheit und Unabhängigkeit zur Pflicht verkommt, widerspricht es der Lebensfreude die wir dadurch gewinnen.
      Und wie Du richtig sagst, neue Eindrücke hinterlassen neue Sichtweisen und Wünsche verändern sich. Es wäre schade, wenn wir da aufgrund einer Bucket List nicht offenen Herzens darauf zugehen könnten!

      Viele Grüße und Cheers,
      Patrick

  16. ein schöner Blog 🙂
    Von dieser Bucketliste lese ich hier zum ersten Mal- sehe aber auch nach wie vor keine Notwendigkeit darin.. Ich schreibe mir schon genug Dinge auf, die ich nicht vergessen darf- was ich erleben möchte und werde ändert sich doch so oft und wenn ich so eine Liste hätte, wäre ich doch recht gefrustet, wenn ich so vieles dann doch nach einiger Zeit noch offenhätte (was hab ich denn die ganze Zeit gemacht?).. Nönö.. Mehr Mut zur Spontaneität und zur Freude an kleinen überraschenden Dingen im Leben 🙂

    • Hello Steffi,
      vielen lieben Dank!
      Das Du keine Bucket List kennst finde ich sehr sympathisch. Und wie ich lese, hast Du sie nicht vermisst und wirst auch zukünftig davon keinen Gebrauch machen.
      Deine weiteren Zeilen kann ich ausnahmslos einfach unterschreiben. Spontanität und Freude an Überraschungen und dem Unbekannten lassen Dich nicht mit dem Geühl zurück, etwas verpasst zu haben. Und die kleinen überraschenden Freuden des Lebens, sind ohne Übertreibung die Schönsten.

      Ein schönes sonniges Wochenende und liebe Grüße aus Köln
      Patrick

  17. Hallo Patrick, Dein Betrag hat mir zu denken gegeben, denn auch ich habe mir vor kurzem so eine Liste erstellt. Es stimmt, diese Verplanung des Lebens hat etwas Furchtbares an sich, denn sie kann einen in Sachen Spontaneität und Flexibilität arg einschränken. Auf der anderen Seite finde es nicht schlimm, wenn man sich bewusst macht, was man denn selbst gerne sehen/erleben will (und zwar generell und nicht bis zu einem bestimtmen Zeitpunkt und auch nicht in einer bestimmten Reihenfolge). Man lebt ja nicht anhand dieser Liste 😉 Gleichtig kann so eine Liste sehr motivierend sein (um z.B. Geld fürs Reisen und die Aktivitäten zu verdienen). Die Frage ist, glaube ich, wie viele Punkte auf dieser Liste stehen und ob diese rigoros befolgt werden…

    LG, Melanie

    • Hello Melanie,
      vielen Dank für das Teilen Deiner Gedanken. Ich bin sicher, dass eine „Liste“ helfen kann seine Gedanken, Träume und Ziele aufzuschreiben und zu visualisieren. Nur wie Du sagst, sollte es nicht in einer abzuhakenden Checkliste enden, sondern die Flexibilität und Spontanität wahren. Ziele verändern sich und es wäre schade sich dann auf ein Fixum zu versteifen. Und ich gebe Dir absolut recht, letztendlich kommt es nicht darauf an, wie viele Dinge auf dieser Liste stehen, sondern wenn, dann solche, die auch erlebt werden.

      Lg aus Köln,
      Patrick

  18. Hey, ja ich habe eine Bucket Liste. Für mich ist sie sogar wichtig, denn ich gehöre zu den Menschen, die sich extrem verzetteln würden, wenn nicht ein paar Dinge auf solch einer Liste stehen würden. Nun könnte man sagen – ja sei es drum, dann war es dir eben nicht wichtig, wenn du es vergisst. Das stimmt eben nicht ganz. Die Liste erinnert mich an meine großen Träume und ich freue mich jedesmal, wenn ich etwas davon erreicht habe. Ich würde sagen, die Kunst ist es, flexibel zu bleiben. Bei mir fliegt ab und an etwas runter und etwas Neues kommt hinzu. Und nebenher bleibt trotzdem Raum für Spontanität. LG von der Spaziergängerin

    • Liebe Spaziergängerin,

      Du machst das genau richtig. Du notierst Dir Deine Träume und lebst Sie auch. Und wenn ein Traum sich nicht erfüllt, geht die Welt auch nicht unter, denn wie Du sagst, bleibst Du flexibel und kannst spontane Momente genießen.
      Der Artikel richtet sich an Menschen, deren Freizeitleben in einer To-do-Liste endet, die sich aufschreiben und in gleichem Atemzug wissen, dass Sie das gar nicht alles schaffen können. Und sich zugleich pflichtbewusst unter Druck setzen alles zu erreichen, ohne Raum für Freiheit und Spontanität zu lassen. Denn dann verliert reisen seine unglaublichen Reize der Unbeschwertheit.
      Auf die Träume und die Spontanität.

      Viele Grüße aus Köln,
      Patrick

  19. Hallo Patrick,

    viel zum Nachdenken – bzw. Wundern. Gibt es wirklich Menschen, die ihre Reiseziele „abarbeiten“ und sklavisch der Reihe nach eine Liste abreisen?

    Wobei ich denke, dass es auch eine Frage des Alters, der Reiseerfahrungen und der Möglichkeiten ist ob man eine Bucket List erstellt oder nicht. Ich hatte immer das Glück dank meines Berufs automatisch zu reisen und zu Orten zu kommen oder Dinge zu erleben, die für andere Sehnsuchtsziele sind und die sie ein Stück weit planen müssen. Ich erlebe bei mir immer mehr eine gewisse Gelassenheit – viel gesehen, tolles erlebt – das nächste interessante Zielt wird sich einfach ergeben.

    Viele Grüße

    Daniela

    • Hallo Daniela,

      ich fürchte der ursprüngliche Gedanke der „Bucket List“, der auf Träume und Wunschreiseziele abzielte ist tatsächlich häufig zu einer abzuarbeitenden to-do-Liste verkommen. Leider musste ich diese Erfahrung auf meinen Reisen des Öfteren machen und das gab auch den Anstoß für diesen Artikel. Ich glaube eine Art Liste kann auf jeden Fall sinnvoll sein, um Deine Träume festzuhalten, dabei aber Dich aber nicht stringend an eine Reihenfolge hältst und auch für neue spontane Erlebnisse offen bist. Und das wichtigste ist es seine Ziele auch umzusetzen und nicht immer nur fortlaufend Dinge hinzuzufügen. Es geht schliesslich darum zu (er)leben und nicht eine Liste abzuhaken.
      Toll, dass Du die Möglichkeit hast Reisen mit Arbeiten zu verbinden und so in Einklang zu bringen viel von diesem wunderbaren Planeten zu entdecken. Darf ich fragen, was Du beruflich machst?

      Auf das Reisen und Erleben. Frei und unbekümmert, spontan und nur sich selbst und keiner Liste verpflichtet.

      Viele Grüße und ein sonniges Wochenende aus Köln
      Patrick

    • Hello Daniela,
      sehr gerne! Finde es toll, dass ich damit Anklang finde. Noch einen schönen Sonntag und viele Grüße aus Köln
      Der Irishman Patrick

  20. Also am Anfang… wahnsinns Blog…. sehr interessant und dein Schreibstil gefällt mir auch super…An zweiten Stelle, ich habe keine solche Bucket Liste…Warum…Weil sich meine Wünsche, Ziele, Träume …nicht ständig, aber öfters ändern… Ich finde, so wie du es auch beschreibst, es würde mir die Sponanität am Leben nehmen und die ist mir mit das wichtigste.

    VG
    Chrissi von Segwaytour Köln

    • Hello Chrissi,

      vielen Dank! Das freut mich sehr zu lesen. Da sind wir genau auf einer Wellenlänge. Auf das Leben und die Spontanität.

      Viele Grüße aus Ehrenfeld
      Patrick

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